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Pfingsten 2018 - Besuch von Freunden!


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Integrationsarbeit in Bad Emstal im Fokus der Bürgerbegegnung

Alle 2 Jahre findet das Partnerschaftstreffen in Bad Emstal statt. Hierzu wurde ein Antrag zur Förderung bei der Europäischen Kommission in Brüssel, im Programmbereich Demokratisches Engagement und Bürgerbeteiligung „Europa für Bürgerinnen und Bürger“, gestellt. Zum Themenbereich wurde bereits ein Jahr vorher ein umfangreiches Projekt ausgearbeitet, dessen Titel: „Bad Emstal, Erfolgreich Integration leben“ lautete. Erfreulicherweise wurde das Bad Emstaler Projekt mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert.

Das diesjährige Partnerschaftstreffen fand vom 19. bis 21.Mai statt. Nach einer anstrengenden Anreise wurden die 65 französischen Gäste im DGH Balhorn von Bürgermeister Ralf Pfeiffer mit einem Frühstück begrüßt.

Bürgermeister Jean-Paul Pavillon aus Les Ponts-de-Cé bedankte sich für die Einladung und das interessante Programm des Partnerschaftstreffens, das unter dem Motto „ Bad Emstal, erfolgreich Integration leben“ stand. Er freute sich darauf von Bad Emstal zu erfahren, wie die Integration der Flüchtlinge hier stattfinde und erhoffte sich Erkenntnisse für Les Ponts-de-Cé.

Den Auftakt des Programms stellte die Fotoausstellung „Schattenkinder“ dar. Flüchtlingskinder entwarfen mit Unterstützung ihrer Lehrerin, Frau Zeiger von der Christine-Brückner-Schule, eine Fotoausstellung und schilderten ihre zum Teil traumatisierenden Fluchterfahrungen. Sie berichteten außerdem über ihre Integration in unserer Gemeinde und stellten dar, wie sie durch den Unterstützungskreis für Flüchtlinge bereits Hilfe erfahren konnten und wie herzlich sie in verschiedenen Vereinen wie den Sportverein oder bei den Naturfreunden aufgenommen wurden.

Des Weiteren referierte die Europaabgeordnete, Frau Martina Werner, über die Agenda der Europäischen Union zur Flüchtlingspolitik. Das von Bad Emstal ausgearbeitete Programm fand auch ihrerseits großen Zuspruch und sie selbst konnte aus der Fotoausstellung „Schattenkinder“ neue Erkenntnisse für die europäische Flüchtlingspolitik gewinnen. Im Anschluss wurde den Teilnehmern Gelegenheit zur Diskussion gegeben.

Ab 16.30 Uhr fand sodann auf der Kriegsgräberstätte eine Gedenkfeier zum 60-jährigen Bestehen der Kriegsgräberstätte, sowie dem Ende des 1.Weltkrieges nach 100 Jahren statt. Musikalisch begleitet durch eine Saxophonistin, wurde diese Gedenkfeier gemeinsam mit ca. 100 Personen begangen.

Am Sonntag, den 20.05. ab 12 Uhr startete der Tag der offenen Tür im Lenchen-Heitmann-Haus (Flüchtlingsunterkunft ). An diesem Tag war es den Teilnehmern des Partnerschaftsaustausches sowie der breiten Bevölkerung möglich, die Flüchtlingsunterkunft zu besichtigen. Im Garten der Einrichtung bot der SSV Sand Aktivitäten für Kinder und Erwachsene an. Die Naturfreunde sorgten mit Kaffee und Kuchen und der Unterstützerkreis für Flüchtlinge mit Gebäck für das leibliche Wohl. Die erfolgreiche Integrationsarbeit der Vereine und des Unterstützerkreises konnten so vorgestellt werden. Auch die in Bad Emstal lebenden Flüchtlinge beteiligten sich aktiv und boten kulinarische Köstlichkeiten aus ihren Herkunftsländern an.
Auch diese Veranstaltung stieß wieder auf großes Interesse und es konnten ca. 200 Gäste bei bestem Wetter im Garten der Flüchtlingsunterkunft begrüßt werden. Durch die Aktivitäten und Spiele des SSV Sand fand stets ein buntes Treiben statt.

Ab 19:00 Uhr lud Bürgermeister Ralf Pfeiffer in den Festsaal der Vitos in Merxhausen zum „Fest der Kulturen“ ein. Er bedankte sich bei den Teilnehmern für das rege Interesse an dem aufgestellten Programm. Auch Bürgermeister Jean-Paul Pavillon aus Les Ponts-de-Cé und Bernard Hamelin als Vorsitzender des Partnerschaftsvereins Les Ponts-de-Cé  bedankten sich für das interessante Programm. Pavillon merkte an, dass das europäische Thema „Integration von Flüchtlingen“ Les Ponts-de-Cè gleichermaßen betreffe und man von Bad Emstal lernen könne, wie vorbildlich hier die Integration der Flüchtlinge umgesetzt werde. Diesen positiven Eindruck werde er transportieren und Erkenntnisse und Anregungen für die Flüchtlingsarbeit mit nach Les Ponts-de-Cé nehmen.
Bei ausgelassener Stimmung und einem tollen Buffet, wurde bis spät in die Nacht getanzt und gelacht.

Am Montag, den 21.05. fand die Bürgerbegegnung bei einem Frühstück im DGH Balhorn ihren Abschluss. Mit den Gästen und Gastgebern wurde der Verlauf des Partnerschaftstreffens sowie der Inhalt des Projekts reflektiert. Pro und Contra des Projekts wurden erörtert und das Projekt insgesamt bewertet. Anregungen und Kritik konnten geäußert werden.

Danach wurden den Gästen noch einige kulturelle und geschichtliche Highlights der näheren Umgebung, wie das Unesco Weltkulturerbe Bergpark Wilhelmshöhe oder die Dom- und Kaiserstadt Fritzlar von ihren Gastfamilien gezeigt.

Um 16.30 Uhr wurden die 65 Gäste aus Frankreich sodann am Bus wieder verabschiedet.

Die Teilnehmer der Gemeinde Bad Emstal freuen sich bereits auf das im nächsten Jahr stattfindende Partnerschaftstreffen in Les Ponts-de-Cé über Himmelfahrt 2019.


Positives Resümee des Partnerschaftstreffens :

Durch das Projekt der Gemeinde Bad Emstal wurde eine Sensibilisierung der Teilnehmer zum Thema Integration und Flüchtlinge erreicht. Der Gedankenaustausch aller Beteiligten festigte und weitete das Engagement für die Städtepartnerschaften aus. Während des Treffens setzten sich die Mitglieder des Partnerschaftsvereins aus Frankreich und die Ehrenamtlichen für Partnerschaften sowie viele weitere Teilnehmer aus den Vereinen Bad Emstals, aus der Kommunalpolitik, der Schule und der Bad Emstaler Bürgerschaft mit dem europäischen Gedanken auseinander. Ausschlaggebend hierfür war unter anderem der Gedankenaustausch mit der Europaabgeordneten Frau Martina Werner, die von der Fotoausstellung "Schattenkinder" sehr beeindruckt war. Auf kommunaler Ebene wurde der gemeinschaftliche europäische Gedanke der beiden Partnerschaftskommunen gefestigt. Durch den direkten Kontakt mit den in Bad Emstal lebenden Flüchtlingen ist es gelungen, die Hemmschwelle bei den Teilnehmern abzubauen und die Akzeptanz und Toleranz den Flüchtlingen gegenüber zu stärken. Das Projekt trug maßgeblich dazu bei, ein Bewusstsein für die Integration von Migranten zu entwickeln. Die Teilnehmer konnten hautnah erfahren, wie Integration in Bad Emstal erfolgreich praktiziert und umgesetzt wird.  Der Dialog über Demokratie und Menschenrechte sowie über ein friedliches und geeintes Europa zwischen den Teilnehmern wurde weiter vertieft. Hier trug auch die zusätzlich in das Programm aufgenommene Gedenkfeier auf der Kriegsgräberstätte maßgeblich zu bei. Das Bewusstsein für die Werte der EU wurde langfristig gestärkt. Die Zusammenarbeit der zwei Partnerschaftskommunen mit ihren Vereinen und Ehrenamtlichen wurde gefördert und gefestigt. Die gemeinsam entwickelten Ideen für ein Projekt mit europäischem Bezug war seitens aller Teilnehmer ein voller Erfolg. Das Projekt konnte erfolgreich umgesetzt werden und das Partnerschaftstreffen fand bei allen Teilnehmern großen Anklang.



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