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Erster Besuch in der französischen Partnerstadt Les Ponts-de-Cé


Zur Begrüßung nahm die Delegation an einer Ausstellungseröffnung zu diesem Thema teil. Diese Ausstellung wurde von Vereinen und Schulen realisiert und beleuchtete sowohl den Kriegsausbruch, als auch viele Einzelschicksale und die Folgen dieses Krieges.

Am nächsten Tag pflanzten Bürgermeister Stefan Frankfurth und sein Amtskollege Jean-Claude Pavillon am Platz des Friedens einen Ginkgo-Baum. Dieser wird auch als Friedensbaum bezeichnet, da er den atomaren Kahlschlag auf Hiroshima überlebt hat. Anlässlich der Friedenswochen 2018 im Wolfhager Land schenkte Dr. Gernot Gerlach, Dekan des Evangelischen Kirchenkreises  Wolfhagen, der Gemeinde einen solchen Baum. Die schöne Idee, den Frieden auf diese Weise zu symbolisieren wurde gerne an die Partnerstadt Les Ponts-de-Cé weitergegeben. Die Friedensbotschaft wurde auch in den Ansprachen der beiden Bürgermeister hör- und durch das gemeinsame Pflanzen des Ginkgo-Baumes sichtbar vermittelt. Ein wichtiger Beitrag für die Versöhnungsarbeit, verbunden mit der Perspektive für ein Europa mit gewaltfreien Konfliktlösungen.

Anschließend fand eine Arbeitssitzung mit zwei Schwerpunkten statt. Der Neustart eines Schüleraustausches zwischen den beiden Partnerstädten stand ebenso auf der Agenda wie die Intensivierung des Austausches auf mehreren Ebenen.

Am Abend stand die Teilnahme an einer beeindruckenden Veranstaltung in der Nachbarstadt Angers auf dem Programm. Hier endete ein ca. 340 km langer Fackellauf mit der Friedensflamme, die auf dem Champs-Elysees in Paris entfacht wurde. Von dort wurde die Flamme von insgesamt 41 Läufern aus den Kommunen des Departements nach Angers gebracht. Hier entzündete nun jeder Bürgermeister nach Ankunft der Läufer eine weitere Fackel, die am nächsten Tag den Kommunen überreicht wurde. Der Fackellauf war ein Symbol dafür, dass alle der Wunsch nach Frieden eint, auch wenn er oft sehr zerbrechlich und unerreichbar scheint.

Am Sonntag fanden zwei weitere Gedenkfeiern in Les Ponts-de-Cé statt. Der Konsens aller Ansprachen war: “Gedenken bedeutet nicht mehr, den Sieg, sondern das Ende des Krieges, den Waffenstillstand, den Frieden und die edle und großartige Idee der Versöhnung, einschließlich der deutsch - französischen Aussöhnung zu feiern.”

Mit einer Vielzahl guter Wünsche und der einen oder anderen Aufgabe im Gepäck, sind Bürgermeister Stefan Frankfurth und die Delegation wieder in Bad Emstal angekommen. Jetzt heißt es, den positiven Austausch weiterhin zu pflegen und zu fördern.

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