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Bad Emstal engagiert sich für die Sicherung der medizinischen Versorgung


Am Dienstag, den 7. September, erläuterten Vertreter des Gießener Unternehmens IWG Ideenwelt Gesundheitsmarkt GmbH dem Bürgermeister Stefan Frankfurth sowie den Mitgliedern des Ältestenrates ihre Handlungsempfehlungen und den Vorschlag einer Vorgehensweise zur schrittweisen Sicherung der ambulanten medizinischen Versorgungs-situation in der Gemeinde Bad Emstal. Die IWG war von der Gemeinde mit einer professionellen Versorgungsanalyse beauftragt worden, welche die Grundlage für das weitere Vorgehen bildet.

Die konkrete Handlungsempfehlung basiert auf den Ergebnissen der durchgeführten Versorgungsanalyse.
Hierfür fanden Gespräche zwischen den Beratern der IWG Ideenwelt Gesundheitsmarkt GmbH und den ortsansässigen Gesundheitsexperten statt, um deren individuelle Ausgangssituation und Interessen fortlaufend berücksichtigen zu können. Es konnte ermittelt werden, dass in der Gemeinde Bad Emstal die derzeitige Versorgung nur dann
langfristig aufrechterhalten werden kann, wenn es gelingt, die Praxen erfolgreich nachzubesetzen bzw. die bisherigen Praxisstrukturen auszubauen.
Die Herausforderung besteht primär darin, junge Ärztinnen und Ärzte für ländlich geprägte Regionen zu gewinnen. Schließlich ist in der gesamten Republik der Trend zu beobachten, dass in ländlichen Gebieten Arztpraxen schließen müssen, weil kein Praxisnachfolger gefunden werden konnte.

Junge Ärzte braucht das Land
Doch es gibt weitere Faktoren: Bei jungen Medizinerinnen und Medizinern steht heutzutage oftmals die Vereinbarkeit von Familie und Beruf immer mehr im Vordergrund – daher favorisieren diese vermehrt ein Anstellungsverhältnis.
Man kann also nicht von einem Ärztemangel sprechen, denn die Zahl der Ärzte steigt seit Jahren.
Die ärztliche Arbeitszeit wird allerdings zunehmend knapper, während der Bedarf an ärztlicher Behandlungszeit
angesichts einer alternden Bevölkerung und aufwändiger diagnostischer sowie therapeutischer Verfahren zunimmt.
Daher bedarf es moderner sowie überzeugender Versorgungskonzepte, um junge Ärztinnen und Ärzte von einer
dauerhaften Tätigkeit in der Gemeinde Bad Emstal zu überzeugen.

Gesundheitsexperten betonen räumliche Veränderungsnotwendigkeit
In der Gemeinde Bad Emstal lässt sich aktuell eine adäquate Anzahl an praktizierenden Ärzten vorfinden, welche
es vorrangig gilt zu erhalten und erfolgreich nachzubesetzen. Die fachärztliche Versorgung kann gut durch die
umliegenden Kommunen abgedeckt werden.
Durch den Wegfall einzelner Praxen könnte sich diese Situation allerdings schlagartig wenden und zu Versorgungs-engpässen innerhalb der Gemeinde führen. Die Mehrheit der Gesundheitsexperten berichtete im Austausch mit der IWG derweil aufgrund von fehlender Barrierefreiheit sowie Platzmangel mit ihren räumlichen Strukturen unzufrieden
zu sein und betonte die Notwendigkeit zur Veränderung und Optimierung der räumlichen Infrastruktur.
Durch die aktuellen räumlichen Gegebenheiten werden perspektivisch die zunehmend erwünschten kooperativen Strukturen und die Akquise junger Ärztinnen und Ärzte erschwert. Die Priorität aller weiteren Schritte sollte deshalb darin bestehen, attraktive Versorgungsstrukturen zu schaffen, um junge Ärztinnen und Ärzte langfristig für die
Gemeinde Bad Emstal zu gewinnen. Ein Ansatz dafür ist die konkretisierende Begleitung und erfolgreiche
Implementierung moderner Versorgungsstrukturen und die unterstützende Stärkung sowie der Ausbau bereits
bestehender funktionierender Strukturen.

Erfreulich ist, dass sich seitens der ortsansässigen Hausärzte die Bereitschaft abzeichnet, an der Realisierung neuer
Versorgungsstrukturen mitzuwirken. So haben ortsansässige (Zahn-)Ärzte und weitere Gesundheitsspezialisten die Dringlichkeit erkannt, dass moderne Räumlichkeiten benötigt werden, um das teils notwendige Wachstum zu meistern und hierdurch Akteure zur Mitarbeit oder Übernahme von nachhaltiger Verantwortung zu überzeugen, die ausstehende Praxisnachfolge zu regeln und die Rahmenbedingungen zu schaffen, weitere Haus- und Fachärzte für die Gemeinde zu gewinnen.

Kontakt für Rückfragen von Pressevertretern:
IWG Ideenwelt Gesundheitsmarkt GmbH
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