Ein besonderer Garten im Winter


Manche denken an bunte Wälder und gemütliche Teestunden, und manche denken an Arbeit: Wer jetzt seinen Garten ordentlich halten will, muss getrocknete Sommerblumen abschneiden, Laub rechen, ein letztes Mal Rasen mähen, Laub rechen, Gartenabfälle nach und nach entsorgen, Sträucher und Bäume stutzen, Laub rechen, und so weiter.

Wer dieses Jahr keine Lust darauf hat, findet hier ein paar Tipps, wie man den Wintergarten so gestalten kann, dass er heimischen Tieren Schutz und Nahrung bietet!

Schritt 1: Verblühtes stehen lassen.

Die verblühten Sonnenblumen (und auch andere Blüten!) kann man einfach stehen lassen, oder – wenn sie durch Umfallen ausufern – ein Band darum binden. Sie sind die beste Vogelfutterstelle im Winter, und die vertrockneten Stängel bieten ein sicheres Zuhause für Insekten und Spinnen, bis das Wetter wieder besser wird!

Schritt 2: Bäume und Sträucher erst im frühen Frühjahr zurückschneiden.

Alles was noch Früchte trägt – Hagebutten, die letzten Äpfel, Vogelbeeren, etc. - kann mit dem Schnitt bis zum Ende des Winters warten. Besonders Amseln genießen im Winter die übriggebliebenen und leicht zugänglichen Früchte, die noch da sind. Wenn man doch schneidet, kann man die Äste mit Früchten in den o.g. Sommerblumen-Strauß stecken!

Schritt 3: Häusle bauen statt Biotonne.

Wer Laub entfernt, entfernt auch Nährstoffe aus dem Garten. Laub dient in der Natur als Schutzschicht und Dünger und kann im Garten auch so verwendet werden. Wer sowieso Laub recht und nicht so richtig weiß, wohin mit dem ganzen Zeug, kann es zu einem Haufen aufstapeln, und Schnittreste von Bäumen und Sträuchern und Reisig darauf stapeln – fertig ist das Winterquartier für Igel und Siebenschläfer! Wer möchte, stellt eine Schale mit Wasser daneben – Igel müssen viel trinken um Nacktschnecken verdauen zu können. Wer es ordentlicher mag, kann das Häuschen mit Stöcken im Boden oder einem grobmaschigen Gitter (untere 20cm frei lassen!) begrenzen – oder ein bisschen dekorieren!

Das alles hat nicht nur einen altruistischen Hintergrund: Wer Spinnen, Schlupfwespen, Spitzmäusen und Igeln ein gemütliches Zuhause bietet, hat weniger mit Schnecken, Raupen und Co. zu kämpfen - und kann ausserdem im Winter wunderschöne Tierfotos machen.