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Ernennung von Sabine Graf-Sommer zur ersten Inklusionsbeauftragten


Im Rahmen der Gemeindevertretersitzung am 25. Juni 2026 wurde Sabine Graf-Sommer offiziell in ihr neues Ehrenamt eingeführt. Bürgermeister Daniel Rudenko begrüßte neben den Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertretern zahlreiche Gäste. Besonders freute sich die Gemeinde über den Besuch von Oberst a. D. Jürgen Damm, der das landkreisweite Projekt seit vielen Jahren begleitet. In seinem Grußwort dankte er der Gemeinde ausdrücklich dafür, mit der Schaffung dieses Ehrenamtes einen wichtigen Schritt für mehr Inklusion gegangen zu sein. Sabine Graf-Sommer wünschte er für ihre verantwortungsvolle Aufgabe viel Erfolg, Kraft und viele unterstützende Wegbegleiter.

In ihrer persönlichen Vorstellungsrede machte Sabine Graf-Sommer deutlich, warum ihr dieses Ehrenamt so sehr am Herzen liegt. Sie sprach darüber, dass unsere Gesellschaft älter wird und immer mehr Menschen auf eine barrierefreie Umgebung angewiesen sind – sei es beim Sehen, Hören, der Mobilität oder der Orientierung. Barrieren seien oft kleiner, als man denke, könnten den Alltag jedoch erheblich erschweren. Umso wichtiger sei es deshalb, genau hinzusehen, zuzuhören und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Denn jeder Mensch solle die Möglichkeit haben, selbstbestimmt am Leben in der Gemeinde teilzunehmen.

Die in Sand geborene Bad Emstalerin bringt dafür mehr als vier Jahrzehnte Berufserfahrung im Pflegebereich sowie ein außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement mit. Als Erste Sprecherin des VdK-Teamvorstandes Bad Emstal und Mitglied des Kirchenvorstandes sowie des Fördervereines der ev. Kirche in Sand, kennt sie die Anliegen vieler Menschen aus ihrer langjährigen Arbeit und durch ihre persönlichen Erfahrungen. Dieses Wissen und ihre große Leidenschaft für das Thema Inklusion möchte sie nun zum Wohl der gesamten Gemeinde einbringen.

Zu ihren Aufgaben gehören künftig die Beratung und Unterstützung von Bürgerinnen und Bürgern, regelmäßige Sprechstunden, das Erkennen und Benennen von Barrieren sowie die Entwicklung von Verbesserungsvorschlägen. Geplant sind außerdem gemeinsame Ortsbegehungen – insbesondere mit Seniorinnen und Senioren –, um Hindernisse im öffentlichen Raum sichtbar zu machen und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten.

Bürgermeister Daniel Rudenko begrüßte die Einrichtung des neuen Ehrenamtes und bedankte sich bei Sabine Graf-Sommer für ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen:

„Inklusion bedeutet, dass alle Menschen selbstverständlich zu unserer Gemeinschaft gehören. Mit Sabine Graf-Sommer haben wir eine engagierte Persönlichkeit gewonnen, die mit viel Herz, Fachwissen und großem ehrenamtlichem Einsatz dazu beitragen wird, Bad Emstal noch lebenswerter für alle Generationen zu machen. Für diese Bereitschaft danke ich ihr sehr herzlich.“

Mit der Ernennung einer Inklusionsbeauftragten geht Bad Emstal einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer Gemeinde, in der niemand aufgrund persönlicher Einschränkungen ausgegrenzt wird. Vielmehr soll ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass Barrierefreiheit allen Menschen zugutekommt – Familien mit Kinderwagen ebenso wie Seniorinnen und Senioren oder Menschen mit vorübergehenden oder dauerhaften Beeinträchtigungen.

Eine lebenswerte Gemeinde erkennt man nicht daran, dass alle Menschen gleich sind – sondern daran, dass jeder Mensch selbstverständlich dazugehört. Mit der Ernennung von Sabine Graf-Sommer setzt Bad Emstal genau dafür ein sichtbares Zeichen.