Bereits am Samstagmorgen wurden die Gäste aus Frankreich im Dorfgemeinschaftshaus in Riede herzlich empfangen. Strahlende Gesichter und herzliche Umarmungen zeigten sofort, dass diese Freundschaft weit mehr ist als eine offizielle Partnerschaft – sie ist über Jahrzehnte gewachsen und lebt von den Menschen, die sie mit Leben füllen.
Das abwechslungsreiche Programm führte die Gäste durch die Gemeinde und die Region. Beim Besuch des wiedereröffneten Dorfmuseums im Klostermuseum sowie der Vorstellung des Audiowalks auf dem Eco-Lehrpfad wurde Geschichte ebenso erlebbar wie modernes Engagement für Bildung und Friedenspädagogik.

Ein weiterer Höhepunkt war der Samstagabend in der evangelischen Kirche in Sand. Bei einem gemeinsamen Ahle-Wurscht-Tasting vom Förderverein Nordhessische Ahle Wurscht e.V. wurde die Besonderheit der Nordhessischen Spezialität vorgestellt.
Danach waren auch interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einem besonderen Konzert eingeladen, das die Gäste aus Frankreich und die heimischen Besucher gleichermaßen begeisterte. Die gelungene Verbindung von nordhessischer Tradition, Gastfreundschaft und musikalischem Genuss sorgte für beste Stimmung und viele positive Eindrücke.
An dieser Stelle einen herzlichen Dank an den Förderverein der evangelischen Kirche Sand für die Schmeckewöhlerchen.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen gemeinsamer Entdeckungen. Bei den Führungen durch Kassel konnten die Gäste die Geschichte der documenta-Stadt kennenlernen oder tief in die spannende Vergangenheit der Bunkeranlagen eintauchen.
Das anschließende Picknick im Kurpark wurde bei strahlendem Sonnenschein zu einem weiteren Höhepunkt des Wochenendes. Doch nicht nur die Sonne strahlte – auch auf den Gesichtern der Gäste war die Freude über das Wiedersehen und die gemeinsam verbrachte Zeit deutlich zu erkennen. Während alte Freundschaften gepflegt und neue Kontakte geknüpft wurden, sorgte die Bigband der Musikschule Wolfhager Land mit ihrem Konzert im Musikpavillon für den passenden musikalischen Rahmen und begeisterte die Zuhörerinnen und Zuhörer.


Der festliche Höhepunkt des Wochenendes folgte am Sonntagabend im Festsaal Merxhausen. Unter dem Motto „40 Jahre gemeinsam unterwegs – Freundschaft, die verbindet“ wurde das Jubiläum in würdigem Rahmen gefeiert. Bewegende Worte der Bürgermeister Jean Paul Pavillon und Daniel Rudenko erinnerten an vier Jahrzehnte gelebter europäischer Verständigung und dankten den vielen Menschen, die diese Partnerschaft über all die Jahre getragen haben. Die Hessische Staatssekretärin Manuela Strube und ihr Ehemann Christian Strube, in Vertretung des Landrates des Landkreises Kassel, betonten in ihren Festreden, wie wichtig Europäische Partnerschaften für Völkerverständigung und Frieden sind.
Ein besonders emotionaler Moment des Abends war die Ehrung zweier Persönlichkeiten, die sich in herausragender Weise um die deutsch-französische Freundschaft verdient gemacht haben. Bernard Hamelin, langjähriger Vorsitzender des Partnerschaftskomitees von Les Ponts-de-Cé, wurde für sein außergewöhnliches Engagement mit der Ehrennadel in Silber der Gemeinde Bad Emstal ausgezeichnet. Über viele Jahre hinweg hat er die Partnerschaft mit großem Einsatz geprägt, Begegnungen ermöglicht und zahlreiche Freundschaften zwischen den Menschen beider Gemeinden gefördert. Ebenfalls wurde die Ehrennadel posthum an den ehemaligen Bürgermeister von Les Ponts-de-Cé, Joël Bigot, verliehen, der die Städtepartnerschaft stets unterstützt und ihre Entwicklung maßgeblich begleitet hatte. Für den verstorbenen Joël Bigot nahm seine Lebensgefährtin Chantal Praizelin die Ehrennadel entgegen. Die Ehrungen sorgten für bewegende Augenblicke und machten deutlich, wie sehr persönliche Begegnungen und das Engagement Einzelner zum Erfolg einer lebendigen Städtepartnerschaft beitragen.
Der Präsident des Partnerschaftskomitees Bernard Hamelin machte in seinem Resümee über 40 Jahre Partnerschaft die emotionale Verbundenheit innerhalb der Freundschaft deutlich.
Für einen festlichen und abwechslungsreichen Rahmen sorgten während des gesamten Abends die musikalischen Beiträge. Bereits vor Beginn des offiziellen Programms sowie zwischen den Grußworten und Ehrungen setzten die Gesangsschülerin der Klasse Morawetz, der Chor aus Les Ponts-de-Cé und die Bigband der Musikschule Wolfhager Land immer wieder besondere Akzente. Mit ihren eindrucksvollen Darbietungen schufen sie bewegende Momente, sorgten für Begeisterung im Saal und wurden mit langanhaltendem Applaus belohnt.
Einen weiteren Höhepunkt des Abends gestalteten die Emstal Liners, die mit ihrer mitreißenden Tanzvorführung das Publikum begeisterten. Im Anschluss luden sie die Gäste zu einer kleinen Workshop-Einlage ein und schafften es mühelos, zahlreiche Besucherinnen und Besucher auf die Tanzfläche zu holen. So wurde nicht nur gemeinsam gefeiert, sondern auch aktiv miteinander getanzt, gelacht und die deutsch-französische Freundschaft gelebt. Beim anschließenden geselligen Beisammensein klang der Festabend in bester Stimmung aus.
Bevor es am Montagnachmittag zurück nach Frankreich ging, stand mit dem Besuch der historischen Dom- und Kaiserstadt Fritzlar noch ein letzter gemeinsamer Höhepunkt auf dem Programm.

Beim anschließenden Abschiedsessen in Riede wurden Erinnerungen an ein außergewöhnliches Wochenende ausgetauscht und bereits Pläne für das nächste Wiedersehen geschmiedet. Der Abschied fiel vielen sichtlich schwer. Doch die zahlreichen Umarmungen und die Vorfreude auf das Wiedersehen im kommenden Jahr machten deutlich:
Diese Partnerschaft lebt und wird auch in Zukunft Menschen zusammenbringen.
Das Partnerschaftstreffen 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll persönliche Begegnungen in Europa sind. Es waren Tage voller Herzlichkeit, kultureller Höhepunkte, beeindruckender Musik, guter Gespräche und echter Freundschaft. Ein Wochenende, das allen Beteiligten noch lange ein Lächeln ins Gesicht zaubern wird – und ein starkes Zeichen dafür, dass die deutsch-französische Freundschaft heute wichtiger ist denn je.
Was die Gäste an diesem Wochenende erleben durften, war das Ergebnis monatelanger Vorbereitung und großen ehrenamtlichen Engagements. Erstmals wurde das Partnerschaftstreffen vom Verein Wundertüte e.V. mit seiner Sparte Partnerschaftskomitee organisiert. Gemeinsam mit vielen Helferinnen und Helfern gelang es dem Team um den Ersten Vorsitzenden des Komitees Stefan Frankfurth, ein Programm zu gestalten, das Begegnungen schuf, Erinnerungen weckte und neue Freundschaften entstehen ließ.
Unterstützt wurde das Partnerschaftstreffen von der Gemeinde Bad Emstal und dem Deutsch-Französischen Bürgerfonds, denen für ihre Förderung und ihr Vertrauen ein besonderer Dank gilt.



























